57x57Blog - Die kleine Flugschleife

Das neue Bilderbuchkino

Geschrieben von Emel Ertem am .

Eine besondere Aktion bei den Krabbelkäfern

Bilderbuchbetrachtung in einzigartiger Atmosphäre

„Da kommt ein großer Wolf!“ Mit leuchtenden Augen betrachten die Kinder die ausdrucksstarken Illustrationen und horchen der spannenden Geschichte des Kinderbuchs Kalle und Elsa. Es ist die erste Vorstellung des Kinderbuchkinos der Krabbelkäfer. Die Kinder sitzen auf gemütlichen Kissen im teppichausgelegtem Snoozleraum. Es gibt kein Gerangel. Die Bilder werden großflächig an die Wand projiziert, sodass die Kinder von ihrem Platz aus alles genau betrachten können, während die Geschichte erzählt und vorgelesen wird.

Konzentrationsfähigkeit und Sprechanlässe

„Was machen denn Kalle und Elsa da?“ Die Kinder beschreiben, was sie sehen, spekulieren, was als nächstes passieren könnte und hören einander zu. Durch diese Art und Weise der interaktiven Bilderbuchbetrachtung werden positive Sprechanlässe geschaffen und der Wortschatz der Kinder erweitert. Die Sprachförderung erfolgt neben her, im Fokus stehen die Kinder und ihre Freude. 

Das Tempo und die Erzählweise orientieren sich individuell an der Gruppe. Während einige Kinder einen hohen Spannungsbogen genießen, finden andere Kinder die großen „Lichtbilder“ schon spannend genug.

Auswahl der Bücher

Die Kinderbücher, die präsentiert werden, ergeben sich aus einer sorgfältigen Auswahl. Sie passen zum Alter, dem Entwicklungsstand und den Interessen der Kinder. Ein wichtiger Aspekt ist es, den Gefühls-Wortschatz der Kinder zu erweitern. Außerdem wird großer Wert darauf gelegt, dass keine Stereotypen und diskriminierende Abbildungen oder Inhalte enthalten sind. Das Spiegel-/Fenster-Konzept eröffnet eine neue Sichtweise bei der Auswahl von Kinderbüchern. Das Kind schaut in ein Buch, wie in einen Spiegel und prüft: „Bin das ich? Kann ich mich und meine Art zu leben als richtig und ok ansehen?“ Andererseits schaut das Kind in ein Buch, wie durch ein Fenster in die heutige Welt und Gesellschaft und begreift: „Aha, ich verstehe! Das ist die Welt, in der ich lebe!“

Ausblick

Die Vorstellung ist zu Ende. „Noch eine Geschichte!“ rufen die Kinder. Das Projekt war ein voller Erfolg! Alle Beteiligten hatten einen Riesen Spaß und möchten wissen, wann die nächste Vorstellung stattfindet. Bei einer so großen Resonanz wird es ganz sicher eine Wiederholung geben - man munkelt, jeden Monat sogar…

Erweiterung und neue Präsentation unseres Montessori Materials

Geschrieben von Silke Tempest am .

Ein Aspekt in unserer Arbeit mit den Kindern, ist die Berücksichtigung des Grundprinzips von Maria Montessori, nämlich dass es in der Erziehung vor allem darum geht, vorhandene Kräfte im Kind zu pflegen und ihnen zur Entfaltung zu verhelfen. 

Laut Maria Montessori sind Kinder selbstbildungsfähige und aktive Lerner. Sie sagt, dass das Kind einen „Inneren Bauplan“ besitzt, nach dem es sich entwickelt. Die Kinder lernen, indem sie aktiv handeln und dabei ihre eigenen Erfahrungen mit der Welt machen, die sie umgibt. Die Voraussetzung für die Selbständigkeit der Kinder ist eine anregende Entwicklungsumwelt, die die Kinder in jenen Bereichen anspricht, für die sie aufgrund ihrer momentanen Entwicklung besonders sensibel sind. Das Kind lernt somit durch sein eigenes „Tun“ indem es mit allen Sinnen Dinge erprobt, vom Greifen zum Begreifen, vom Konkreten zum Abstrakten. Dabei handelt es sich immer um anschauliches und praktisches Lernen. 

Die Tatsache, dass das Kind selbst bestimmt, womit es sich konkret beschäftigt, wird als die freie Wahl bezeichnet, ein weiteres typisches Merkmal der Montessori Pädagogik. Dies bedeutet, dass die Kinder ihr Material, Lerntempo und die Dauer und den Schwierigkeitsgrad ihrer Beschäftigung selbst wählen. Dieses Streben nach Selbständigkeit wird unterstützt durch den Grundsatz „Hilf mir es selbst zu tun“. Dabei ist auch die Wiederholung der Tätigkeit für das Kind wichtig, denn es lernt durch die eigene Fehlerkontrolle, und fühlt sich somit bestätigt. Während dieser Prozesse sollte das Kind nicht unterbrochen werden und angemessene emotionale Zuwendung in Form von Ermutigung, Behutsamkeit und Geduld bekommen. 

Besonders im Kleinkindalter von 0 bis 3 Jahren haben Kinder 

  • Sensibilität für Ordnung
  • Sensibilität für Bewegung
  • Sensibilität für Sprache

In der Kinderkrippe Krabbelkäfer steht den Kindern eine Auswahl an Montessori Material zur Verfügung. Es wurde von Silke Tempest (Erzieherin mit Montessori Ausbildung) neu geordnet und vor allem mit Material zur Unterscheidung von Dimensionen ergänzt. 

Um unseren Kindern dafür Zeit und Ruhe zu geben, bieten wir ihnen die Möglichkeit in einem ruhigen Raum unserer Kinderkrippe, gemeinsam mit einer unserer pädagogischen Fachkräfte, diese Materialien zu erkunden.
Dies wird bestimmt für uns alle eine schöne Bereicherung.

MontessoriMaterial Anziehrahmen


MontessoriMaterial BrauneTreppe


MontessoriMaterial Einsatzzylinder


MontessoriMaterial RosaTurm


MontessoriMaterial RoteStangen


MontessoriMaterial Testtaefelchen


MontessoriMaterial Einsatzzylinder


MontessoriMaterial Waermeleittaefelchen

Das Team der Krabbelkäfer auf kreativen Wegen pädagogischer Qualität

Geschrieben von Karin Malaizier am .

Neue Raum- und Hygienekonzepte? Hände waschen als Begrüßungsritual? Online-Elternabend? Der Kita-Alltag gestaltet sich während der Corona-Pandemie anders als zuvor.

Blog Paedagogik 1

Unser Statement: Auch in Corona-Zeiten pädagogische Qualität kontinuierlich entwickeln und neue Impulse für den Kita-Alltag setzen. Deshalb agiert unser Fachkräfteteam gerade äußerst erfinderisch und entwickelt eigene kreative Ideen.

Konform zu unserem Konzeptionsschwerpunkt „Freies forschendes Lernen“ experimentieren wir mit neuen Formaten und blicken nun bereits zurück auf Eltern-Kind-online-Singkreise während des ersten Lockdowns, Zoom Teambesprechungen, sowie Zoom Elterngespräche und einen Online-Elternabend. 

Kein dauerhafter Ersatz für live erlebte Gruppendynamik, aber als kreative Zwischenlösungen eine willkommene Kollektiv-Erfahrung in Echtzeit!

Überraschend motivierend war unser „November-Großteam“ im Hybrid-Format als Kurzfortbildung zum Thema „Pädagogische Raumgestaltung“ per Zoom.

Der „rote Faden“ ist online aufgenommen und dasTeam zieht gemeinsam an einem Strang im Sinne der pädagogischen Qualität für unsere Kinder.

Kriterien für die Materialauswahl bei den Krabbelkäfern, das bedeutet: alle Sinne anregend, selbstwirksam, ohne vorgegebene Funktion, wo immer möglich und reizarm.

Blog Paedagogik 3

 Zu unserem Qualitätsstandard gehört es, dass wir das Material für die Kinder überschaubar, strukturiert, geordnet, mit hohem Aufforderungscharakter, sauber und in gutem Zustand präsentieren. Um der Sinnesreizüberflutung dabei entgegenzuwirken gilt für uns „weniger ist mehr“.

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Wir sind uns einig: die Raumgestaltung in unserer Krippe ist keine Frage unseres persönlichen Geschmacks!

Sie ist Ausdruck des Verständnisses und der Anerkennung kindlicher Bedürfnisse und kindlicher Entwicklung.

 Deshalb reflektieren wir Raumgestaltung, Materialauswahl und –präsentation regelmäßig und passen sie an die Entwicklung und Bedürfnisse unserer Kinder an.

Blog Paedagogik 2

Engagierte Eltern montierten Fallschutzplatten unter Kinderschaukel

Geschrieben von Ines Seeger am .

Engagierte Eltern montierten an einem Oktoberwochenende die Fallschutzplatten unter die Kinderschaukel im Garten. Federführend für die Organisation waren Elternbeirätin Sophia Schönwald und Vorständin Caroline Iancu des Krabbelkäfer e.V.
Herzlichen Dank für den tollen Arbeitseinsatz!
Nachher:
Fallschutzplatten nachher 20201123
Vorher:
Fallschutzplatten vorher 20201123

„Mit allen Sinnen mittendrin...“ Einweihung der PädArT-Tongrube bei den Krabbelkäfern

Geschrieben von KM am .

Blog Tongrube 1
Sonniges Wetter, sommerliche Temperaturen, große und kleine Wasserwannen, Handtücher, viele neugierige, aktive Kinder und Fachkräfte UND 600 Kilogramm Tonerde auf dem Außenspielgelände der Krabbelkäfer.

Es ist so weit, die PädArT-Tongrube wird eingeweiht und alle helfen mit, kleine, mittlere, große und riesige Tonklumpen schleppen die Kinder allein oder gemeinsam mit Spielkamerad*innen zur Grube und werfen sie hinein. Die Kinder lassen Wasser hineinfließen, schütten und schöpfen mit Händen und Gefäßen.

Sie steigen hinein, arbeiten sich mit ihrem ganzen Körper durch den Ton, patschen, streichen, cremen, sinken ein, bohren, stechen, drücken in den Ton, hinterlassen Hand- und Fußabdrücke, zupfen, trennen das Material und verbinden es wieder, kneten, rollen, formen, treten und stampfen rhythmisch nach Sinnen- und nach Herzenslust.

Jedes Kind findet seinen eigenen Zugang, manche sind mittendrin, andere schauen fasziniert, aber innerlich voll beteiligt, zu. Aktive Phasen und Pausen reihen sich in natürlichem Ablauf aneinander.Blog Tongrube 2

Es entsteht ein vielfältiges soziales Miteinander, gemeinsam Tun, sich abgrenzen, ja sagen, nein sagen, ja sagen, sich selbst oder andere berühren, mit Toncreme einstreichen. Die Kinder rufen freudig: „Das ist Sonnencreme.“ Sie erleben, dass für alle genug da ist. Sie können so viel Creme nehmen wie sie wollen, ganz, ganz viel...

Die Tongrube ist ein elementares Erfahrungsfeld für die Entwicklung der Basissinne. Die Kinder spüren ihre Körper unmittelbar, erleben sich berührt im Hautsinn, unserem Kontaktsinn, der von Geburt an über Berühren, Berührtwerden und Berührtsein den Aufbau unserer Beziehungen bestimmt und uns ein erstes Bild von der Welt vermittelt.

Blog Tongrube 3Die Kinder üben sich im Gleichgewicht. Dieser Sinn vermittelt uns Sicherheit und Halt. Über ihn gewinnen die Kinder Orientierung in Bezug auf ihre Umwelt, ihre Beziehungen und sich selbst. Die Kinder organisieren sich über das Gleichgewicht in ihren inneren und äußeren Bewegungen.

In der Tiefensensibilität erleben sich die Kinder in ihrer Kraft. Dieser Sinn entwickelt sich über Druck auf Muskeln, Bänder und Gewebe. Die Erfahrungen in der Tiefensensibilität führen ins Handeln. Über das eigene tätig sein eignen sich die Kinder die Welt an und erfahren sich als wirkmächtig und als selbst bewusst.Das Material in Verbindung mit der professionellen und achtsamen Begleitung unserer Fachkräfte unterstützt die Kinder maximal in ihren individuellen Entwicklungs- und Bildungsprozessen. Über ihre Hände und ihren Körper bringen die Kinder ihre Themen zum Ausdruck und was sie darin bewegt.

 

 

Blog Tongrube 4

 Ein wunderbares Beispiel für freudvolle, selbstbestimmte Lernprozesse!

Blog Tongrube 6

Blog Tongrube 5

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